Wärmetauscher für die Heizung: welche Kosten muss man rechnen?

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Es gibt Schäden an der Heizung, die kommen schnell einem wirtschaftlichen Totalschaden gleich. Ein solcher Schaden ist oft ein defekter Wärmetauscher bei Gasheizungen, vor allem wenn es sich um ältere Heizungen handelt. Mit welchen Kosten beim Austausch des Wärmetauschers für die Heizung gerechnet werden muss, wollten wir vom Kostencheck-Experten wissen.

Frage: Was kostet ein Wärmetauscher?

Kostencheck-Experte: Zunächst muss man einmal unterscheiden, ob es sich um einen Wärmetauscher handelt, der ganz gewöhnlich in einer Gasheizung verbaut ist oder um einen Wärmetauscher in einem Brennwert-Heizungssystem.

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Für den Austausch müssen Sie mit Kosten bis zu 800 Euro rechnen.

Beim Wärmetauscher für die Heizung muss man von Kosten im Bereich von rund 200 EUR bis 800 EUR für das jeweilige Ersatzteil ausgehen. Dazu kommen noch die Einbaukosten. Solche Reparaturen können dann durchaus Kosten von 1.000 EUR bis 1.500 EUR verursachen, gegebenenfalls auch noch darüber.

Gerade bei älteren Heizungen lohnt sich das kaum mehr, insbesondere dann nicht, wenn man sich die Kosten für eine neue Gastherme ansieht. Dazu kommt, dass es oft schon für 10 Jahre alten Heizungen die erforderlichen Ersatzteile gar nicht mehr gibt und damit sowieso die Heizung komplett erneuert werden muss.

Für den Einbau von Brennwerttechnik – und den Austausch derselben – sollte man grob mit Kosten von rund 1.500 EUR bis 2.500 EUR, je nach Aufwand und verbautem Wärmetauscher-System, rechnen. Schäden an diesen Systemen sind allerdings eher selten.

Kostenbeispiel aus der Praxis

Wir haben eine Gasheizung Baujahr 1997, bei der der Wärmetauscher defekt ist. Wir lassen eine Reparatur und einen Austausch des beschädigten Wärmetauschers durch einen Fachbetrieb durchführen.

Posten Preis
Anfahrt 42 EUR
Ersatzteil-Kosten 450 EUR
Arbeitskosten 750 EUR
Gesamtkosten Reparatur 1.242 EUR

Die Kosten für den Austausch eines beschädigten Wärmetauschers können bei anderen Heizungen auch deutlich unterschiedlich liegen.

Frage: In welchem Rahmen bewegen sich die Austauschkosten für einen schadhaften Wärmetauscher?

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Die Austauschkosten richten sich nach dem jeweiligen Heizungsmodell.

Kostencheck-Experte: Die Kosten richten sich stark nach dem jeweiligen Heizungsmodell. Schon bei den Ersatzteilkosten für den Wärmetauscher können sich die Kosten in einem sehr weiten Bereich bewegen – zwischen rund 200 EUR und 800 EUR sind hier möglich.

Dazu kommen die Kosten für die Arbeitsleistung, die stark vom individuellen Aufwand abhängen. Mit Kosten zwischen rund 500 EUR und 1.000 EUR sollte man dabei aber durchaus rechnen.

Frage: Wovon hängen die Kosten beim Austausch des Wärmetauschers bei der Heizung ab?

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Die Kosten für den Austausch sind von verschiedenen Faktoren abhängig.

Kostencheck-Experte: Maßgeblich ist hier:

  • ob es sich um den Wärmetauscher der Heizung oder den des Brennwert-Systems handelt
  • das verbaute Heizungssystem
  • die Ersatzteilkosten für den benötigten Wärmetauscher
  • die Arbeitskosten die bei einem Austausch anfallen
  • die Kosten für gegebenenfalls notwendige zusätzliche Reparaturen an der Heizung

Frage: Kann sich der Austausch der kompletten Heizung auch lohnen?

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Der Wechsel lohnt sich nur auf ein modernes Heizsystem.

Kostencheck-Experte: Die Möglichkeit besteht durchaus. Wer etwa von einem alten Konstanttemperatur-Kessel auf eine moderne Brennwertheizung wechselt, kann unter Umständen bis zu 30 % an Heizkosten sparen. Je nachdem, wie hoch die Heizkosten zuvor lagen, kann bereits diese Kostendifferenz reichen, damit sich die neue Heizung in 10 Jahren oder weniger praktisch von selbst finanziert.

Beim Wechsel auf ein modernes, ökologisches Heizsystem (z. b. Biomasse) kann man nicht nur langfristig seine Heizkosten senken und mehr Kostensicherheit erhalten (Biomasse ist deutlich preisstabiler als fossile Energieträger und nicht so krisenanfällig). Auch vom Staat wird ein solcher Umstieg durchaus ansehnlich gefördert. Gemeinsam mit der Möglichkeit zur Amortisierung der Kosten kann sich das durchaus ebenfalls lohnen.

Gegebenenfalls sollte man von einem Energieberater eine Wirtschaftlichkeitsrechnung durchführen lassen – möglicherweise würde sich die Modernisierung der Heizung ohnehin bereits längst lohnen.

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