Stromverbrauch für 2 Personen: mit welchen Kosten ist zu rechnen?

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Strom ist in Deutschland vergleichsweise teuer und der Strompreis steigt ständig – das verursacht auch im 2-Personen-Haushalt übers Jahr beträchtliche Kosten. Wie teuer der Stromverbrauch für 2 Personen im Jahr kommt, wollten wir vom Kostencheck-Experten wissen.

Frage: Welche Stromkosten fallen in einem 2-Personen-Haushalt an?

Kostencheck-Experte: Das ist pauschal natürlich schwierig zu beantworten. Der Stromverbrauch kann von Haushalt zu Haushalt sehr unterschiedlich liegen, abhängig davon, welche Geräte im Haus mit Strom laufen und wie sie genutzt werden.

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Die Kosten für Warmwasser hängen davon ab, auf welche Art das Wasser erwärmt wird.

Wird das benötigte Warmwasser mit einem Durchlauferhitzer anstatt mit der Heizungsanlage bereitet, oder eventuell sogar mit Strom geheizt wird, können die Stromkosten auch im Zwei-Personen-Haushalt bereits beträchtlich steigen. Umgekehrt kann, wenn nur wenige Geräte verbaut sind und man nur abends und am Wochenende zuhause ist, der Stromverbrauch auch relativ niedrig ausfallen.

Im Einfamilienhaus, das von 2 Personen bewohnt wird, liegt der Durchschnittswert für den Stromverbrauch bei rund 3.000 kWh. Bei einer Wohnung im Mehrfamilienhaus kann dass auch deutlich niedriger liegen – hier beträgt der deutschlandweite Durchschnitt rund 2.100 kWh.

Nimmt man als Strompreis grob 30 Cent/kWh an, entstehen im Einfamilienhaus somit durchschnittliche Kosten von rund 900 EUR für den Stromverbrauch, bei Wohnungen im Mehrfamilienhaus dagegen rund 630 EUR.

Kostenbeispiel aus der Praxis

Wir begutachten unsere Stromrechnung

Posten Preis
Jahresverbrauch, 2-Personen-Haushalt 2.672 kWh
Stromkosten gesamt damit 785,87 EUR

Die Stromkosten für andere Zwei-Personen-Haushalte können natürlich auch deutlich unterschiedlich liegen.

Frage: In welchem ungefähren Rahmen bewegen sich die Stromkosten für einen Zwei-Personen-Haushalt ungefähr?

Kostencheck-Experte: Wie schon erwähnt sind die Kosten relativ variabel. Maßgeblich ist hier zunächst einmal, ob es sich um ein freistehendes Einfamilienhaus handelt, das von 2 Personen bewohnt wird, oder um eine kleinere Wohnung.

Als Durchschnittswert für das Einfamlienhaus können rund 900 EUR jährlich, für die Wohnung rund 630 EUR jährlich angenommen werden. Davon gibt es aber zum Teil beträchtliche Abweichungen.

Je nach Geräteausstattung und Nutzung des Wohnraums kann der individuelle Stromverbrauch von diesen Werten dann auch beträchtlich abweichen.

Wird etwa das Warmwasser mit einem Durchlauferhitzer bereitet und viel geduscht, können die Stromkosten bereits um rund 300 EUR bis 500 EUR pro Jahr höher liegen. Wird mit Strom direkt geheizt, kann man von Kosten zwischen rund 20 EUR pro m² bis 50 EUR pro m² Wohnfläche im Jahr ausgehen, je nach Dämmzustand des Gebäudes. Die Stromrechnung sieht dann am Ende natürlich deutlich anders aus.

Was Sie für die kWh Strom bezahlen müssen, können Sie übrigens im Detail hier nachlesen.

Frage: Wovon hängen die Stromkosten beim Zwei-Personen-Haushalt ab?

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Der Stromverbrauch hängt auch vom individuellen Verhalten ab.

Kostencheck-Experte: Maßgeblich ist hier:

  • die Art des Wohnraums (Einfamilienhaus, Wohnung)
  • die Geräteausstattung (Anzahl der Geräte, Alter der Geräte)
  • die individuelle Geräteausführung (z. B. Größe des Kühlschranks und der Gefriertruhe, etc.)
  • ob Warmwasser mit Strom bereitet wird
  • ob mit Strom geheizt wird (z. B. Nachtspeicherheizung, Strom-Direktheizung, Infrarotheizung, aber auch Zusatzgeräte wie elektrische Fußbodenheizung oder elektrischer Kaminofen)
  • das individuelle Nutzungsverhalten (auch dadurch können enorme Unterschiede verursacht werden)

Frage: Wie kann man am besten Stromkosten sparen?

Kostencheck-Experte: Am wichtigsten ist hier, das eigene Verbrauchsverhalten kritisch zu hinterfragen und auch alle im Haushalt vorhandenen Geräte kritisch unter die Lupe zu nehmen. Wer beispielsweise nach jedem Backgang die eingebaute Reinigungsfunktion des Backofens benutzt, treibt seinen Stromverbrauch schnell in wirklich ungeahnte Höhen. Auch elektrische Kaminöfen als Zusatzheizung oder aufgestellte Heizlüfter können schnell hohe Stromverbräuche verursachen – mit entsprechenden Kosten.

Veraltete Geräte sollten unbedingt ausgetauscht werden, da ihr Stromverbrauch teilweise ein Vielfaches des Verbrauchs von modernen, energiesparenden Geräten. Eine alte Nachtspeicherheizung sollte auf jeden Fall ausgetauscht werden – jedes moderne Heizsystem ist hier wahrscheinlich deutlich verbrauchsgünstiger.

Durch bei den Verbraucherzentralen oder Stromversorgern ausleihbare Verbrauchszähler kann man auch sehr einfach den Stromverbrauch einzelner Geräte direkt bestimmen, wenn man den Verdacht hat, dass ihr Verbrauch zu hoch sein könnte.

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