Was kostet es, den Hundeführerschein zu machen?

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Seit dem 1. Januar 2019 dürfen Hunde in Berlin nur noch abgeleint werden, wenn der Halter des Tieres im Besitz eines Sachkundenachweises ist. Andere Bundesländer haben bereits ähnliche Regelungen oder wollen nachziehen. Deshalb ist es auch für Hundehalter, die schon viele Jahre mit ihrem Vierbeiner zusammenleben, durchaus sinnvoll, den Hundeführerschein zu machen. Was das kostet und welche Anforderungen Sie erfüllen müssen, klären wir im Interview mit dem Kostencheck-Experten.

Was ist Inhalt des Hundeführerscheins?

Kostencheck: Der Begriff „Hundeführerschein“ ist nicht geschützt. Es handelt sich bei diesem um eine Art Sachkundeprüfung, die jedoch nicht einheitlich geregelt ist. Vermittelt und überprüft werden:

  • Die Sachkunde des Hundehalters,
  • sowie der Grundgehorsam und die Sozialverträglichkeit des Hundes.

Sind Sie im Besitz des Hundeführerscheins, gibt es in manchen Gemeinden bis zu 50 Prozent Ermäßigung bei der Hundesteuer.

Welche Kosten entstehen durch Kurs und Prüfung?

Kostencheck: Da es keine bundeseinheitliche Regelung gibt, variieren der Preis. Sie bewegen sich in etwa in diesem Rahmen:

KostenübersichtPreis
Kursgebühr75 EUR
Schulungsunterlagen15 EUR
Prüfungsgebühren25 EUR

Sie müssen demnach, abhängig davon, bei welchem prüfungsberechtigten Verband Sie den Hundeführerschein ablegen, mit Gesamtkosten zwischen 90 und 150 EUR rechnen.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

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Um einen Hundeführerschein zu machen, sind nur wenige Requisiten vonnöten


Kostencheck: Auch dies ist (noch) nicht bundeseinheitlich geregelt. Zumeist werden:

  • ein Mindestalter von 16 Jahren,
  • eine Hundehaftpflichtversicherung,
  • ein ausreichender Impfschutz des Vierbeiners sowie
  • ein Identifikationsnachweis (Mikrochip) des Hundes

gefordert.

Was lerne ich im theoretischen Teil des Kurses?

Kostencheck: Dieser ist Voraussetzung, damit Sie überhaupt zur Prüfung und zum praktischen Teil zugelassen werden. Die angesprochenen Themenbereiche sind auch für Hundehalter, die schon viele Jahre mit ihrem vierbeinigen Freund zusammenleben, durchaus interessant.

Es geht beispielsweise um:

  • Sozialverhalten,
  • Kommunikation,
  • Lernverhalten,
  • Hundeerziehung,
  • Aggression,
  • artgerechte Haltung,
  • Ernährung,
  • Gesundheit,
  • Fortpflanzung,
  • Pflege.

Auch hier unterscheiden sich die Inhalte, abhängig davon, bei welchem Verband Sie den Hundeführerschein ablegen.

Wie läuft die theoretische Prüfung ab?

Kostencheck: Für diese müssen Sie sich etwa eine Stunde Zeit nehmen. Im Multiple-Choice-Verfahren sind Fragen zu allen im Kurs angesprochenen Sachgebieten zu beantworten. Den Inhalt bestimmt der Fragenkatalog des prüfenden Verbandes.

Fast immer erhalten Sie die Prüfungsblätter vergangener Tests zusammen mit dem Kursmaterial, sodass Sie sich optimal vorbereiten können.

Was ist Inhalt des praktischen Teiles?

Kostencheck: Zum praktischen Teil der Ausbildung werden Sie nur zugelassen, wenn Sie zuvor die theoretische Prüfung bestanden haben. Diesen Part müssen Sie gemeinsam mit Ihrem vierbeinigen Freund meistern. Es erwarten Sie eine Vielzahl von Aufgaben unter realen Bedingungen.

Überprüft werden beispielsweise:

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Überprüft wird u.a., ob der Hund auf Grundbefehle hört

  • Leinenführigkeit,
  • Rückruf,
  • ob Ihr Hund die Kommandos „Sitz“, „Platz“ oder „Steh“ beherrscht,
  • das Aus- und Einsteigen in einen Pkw,
  • wie die Begegnung mit einem (angeleinten) fremden Hund verläuft,
  • wie Ihr Hund reagiert, wenn Sie einer Person die Hand schütteln,
  • wie sich Ihr Hund in einer Menschenmenge verhält,
  • und Herausforderungen wie einen engen Aufzug oder eine Rolltreppe meistert.

Auch der praktische Part schließt mit einer Prüfung ab, die bis zu zwei Stunden dauern kann.

Achtung: Der Hundeführerschein ersetzt nicht zwangsläufig den Sachkundenachweis, der für bestimmte Bundesländer bei einigen Rassen nachgewiesen werden muss.