Welche Kosten kommen durch eine Vollkeramikkrone auf mich zu?

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Vollkeramikkronen lassen sich optisch kaum von den eigenen Zähnen unterscheiden und gelten gleichzeitig als allergiefreie und besonders langlebige Lösung. In diesem Artikel beschäftigen wir uns eingehend mit den Vor- und Nachteilen dieses Zahnersatzes sowie mit den Kosten, die durch eine Vollkeramikkrone auf Sie zukommen können.

Was ist eine Vollkeramikkrone

Kostencheck: Durch Überkronung können eigenen Zähne, die großflächige Defekte aufweisen, erhalten werden. Vollkeramikkronen, die auch als Porzellan- oder Jacketkrone bezeichnet werden, bietet durch ihren zahnfarbenen Ton die ästhetisch optimale Lösung. Das verwendet Material ist äußerst robust und hält auch den hohen Beanspruchungen, denen Kronen beispielsweise im Backenzahnbereich ausgesetzt sind, stand.

Was kostet eine Vollkeramikkrone?

Kostencheck: Der Preis für die Vollkeramikkrone hängt vom verwendeten Material sowie den Laborkosten ab. Importierte, vollanatomische Zirkonkronen erhalten Sie ab etwa 400 EUR, eine im Labor perfekt geschichtete Frontzahnkrone aus Vollkeramik kann bis zu 1.000 EUR kosten.

Art Preis
Vollkeramik-Krone, Import 350 – 450 EUR
Vollzirkon 500 – 650 EUR
Zirkon, zusätzlich verblendet 600 – 850 EUR
geschichtete Frontzahnkrone 750 – 1.100 EUR

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für diesen Zahnersatz?

Kostencheck: Die Aufwendungen für eine Vollkeramikkrone müssen zum größten Teil aus eigener Tasche bezahlt werden. Die gesetzliche Krankenversicherung leistet nur einen Festzuschuss in unterschiedlicher Höhe:

Art Zuschuss in Höhe von
nicht sichtbarer Bereich 135 – 175 EUR
sichtbarer Bereich 184 – 238 EUR

Sie müssen demnach mit einem Eigenanteil von durchschnittlich 500 EUR für eine Vollkeramikkrone rechnen. Arbeitet Ihr Zahnarzt mit einem ausländischen Labor zusammen, ist dieser etwas niedriger. Für sehr hochwertigen Zahnersatz im Frontzahnbereich liegt die selbst zu entrichtende Zuzahlung entsprechend höher.

Unser Tipp: Können Sie eine schwere Metallallergie nachweisen, trägt die gesetzliche Krankenversicherung die Gesamtkosten für die Vollkeramikkrone.

Wie viel bezahlen die Private Krankenversicherung oder die Zusatzversicherung?

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Viele privaten Krankenversicherungen zahlen Kronen
Kostencheck: Private Krankenversicherungen übernehmen in vielen Fällen die vollen Kosten für diese Krone. Allerdings ist dies vom Vertrag abhängig. Nehmen Sie deshalb bereits vor der Behandlung Kontakt mit der Krankenkasse auf.

Viele Zusatzversicherungen kommen teilweise oder vollumfänglich für die Kosten einer Vollkeramikkrone auf. Auch hier sollten Sie im Vorfeld den Heil- und Kostenplan einreichen und sich die Kostenübernahme bestätigen lassen.

Gilt für Vollkeramikkronen das Bonussystem?

Kostencheck: Regelmäßige Zahnprophylaxe wird von der gesetzlichen Krankenversicherung belohnt. Können Sie durch das Bonusheft nachweisen, dass Sie in den letzten fünf Jahren einmal jährlich beim Zahnarzt waren, erhöht sich der Festzuschuss um 20 Prozent. Können Sie die Kontrolluntersuchungen sogar über einen Zeitraum von 10 Jahren belegen, erhalten Sie einen um 30 Prozent höheren Festzuschuss.

Dieser wird auch auf die Vollkeramikkrone angerechnet, sodass sich Ihr Eigenanteil entsprechend verringert. Es lohnt sich also, einmal jährlich auf dem Behandlungsstuhl Platz zu nehmen, denn dadurch lässt sich so mancher Euro sparen.

Welche Vorteile bieten Vollkeramikkronen?

Kostencheck: Entscheiden Sie sich trotz des Eigenanteils für diesen Zahnersatz, werden selbst Fachleute die künstliche Krone kaum von einer echten unterscheiden können.

Weitere Vorteile sind:

  • Das Material ist nur schwach wärme- und kälteleitend, unangenehme Reize wie bei Goldkronen entfallen.
  • Es gibt keine Wechselwirkungen mit anderen Metallen, beispielsweise älteren Amalgamfüllungen.
  • Durch Verklebung besteht ein nahtloser Übergang zum Zahnfleisch. Sollte das Zahnfleisch zurückgehen, wird kein unschöner Metallrand sichtbar.
  • Keine Anlagerung von Plaque oder Zahnstein.
  • Keine Verfärbungen.
  • Sehr lange Haltbarkeit. Auch nach 15 Jahren treten kaum Probleme mit diesen Kronen auf.

Haben Vollkeramikkronen Nachteile?

Kostencheck: Der einzige Nachteil dieses Zahnersatzes sind die anfallenden Kosten, bedingt durch den Herstellungsaufwand und die hohen Materialkosten. Diese werden nicht vollumfänglich von der Krankenversicherung übernommen, sodass gesetzlich Versicherte einen Teil der Aufwendungen selbst tragen müssen.

Was genau ist „Keramik“?

Kostencheck: Bei Keramik handelt es sich um einen mineralischen Werkstoff. In der Zahnmedizin kommen in erster Linie Zirkonoxid und Silikat-Keramik zum Einsatz. Dieses Material ähnelt optisch und in der Struktur natürlichen Zähnen sehr, ist allerdings etwas zerbrechlicher.

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Vollkeramikkronen werden mithilfe von Computern ganz genau designt
Vollkeramikkronen bestehen vollständig aus Keramik, verfügen also nicht wie verblendete Kronen über einen metallischen Kern. Optisch sind sie von den eigenen Zähnen, anders als Kronen aus Metall, Gold oder Kunststoff, kaum zu unterscheiden. Das Material ist sehr gut verträglich und eignet sich auch für Allergiker.

Durch technische Weiterentwicklungen können Vollkeramikkronen zwischenzeitlich hochpräzise am PC designt und im 3D-Drucker oder einem speziellen Schleifgerät direkt in der Zahnarztpraxis hergestellt werden. Dadurch entfällt die Wartezeit auf die Anfertigung der Krone im Labor und es ist nur noch eine Sitzung beim Zahnarzt nötig. Preislich unterscheiden sich diese Vollkeramikkronen allerdings derzeit kaum von jenen, die im Labor gefertigt wurden.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbilder: mpohodzhay/Shutterstock, fizkes/Shutterstock, DenDor/Shutterstock