Grander-Wasser: welche Kosten muss man rechnen?

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Mit dem Grander-Verfahren kann das Wasser für die ganze Wasserinstallation belebt werden

Wasser ist für uns alle lebensnotwendig. Aus diesem Grund versuchen wir auch das immer wieder zu „optimieren“. Angeblich totes Leitungswasser, das mit hohem Druck durch die Leitungen gepumpt und zuvor chemisch aufbereitet wird, soll „wiederbelebt“ werden und seine Natürlichkeit wiedererlangen. Das bekannteste Verfahren dafür ist das Grander-Verfahren. Welche Kosten für solches Grander-Wasser zu rechnen sind, besprechen wir mit dem Kostencheck-Experten in unserem Interview.

Frage: Was kostet Grander-Wasser?

Kostencheck-Experte: Das hängt natürlich davon ab, wo und wie es bereitet wird – dafür gibt es verschiedene Methoden. Die gängigste Methode für den Privathaushalt ist der Einbau einer Belebungsanlage für die gesamte Hauswasserinstallation. Zunächst einmal ein Kostenbeispiel.

Kostenbeispiel aus der Praxis

Wir lassen in die Hauswasseranlage unseres 140 m² großen Einfamilienhauses eine Wasserbelebungsanlage nach Grander einbauen. Die Anlage wird individuell auf unser Haus abgestimmt.

Posten Preis
Anschaffung Trinkwasser-Basisaufbereitung 1.949 EUR
Einbaukosten und Anpassungsarbeiten 150 EUR
Gesamtkosten damit 2.099 EUR

Die hier gezeigten Kosten beziehen sich auf eine bestimmte Geräte-Konfiguration bei bestimmten örtlichen Gegebenheiten. In anderen Fällen können die Kosten auch deutlich unterschiedlich ausfallen, vor allem wenn andere Gerätekonfigurationen verwendet werden.

Frage: In welchem Preisbereich bewegen sich die verschiedenen Methoden zur Grander-Wasseraufbereitung?

Kostencheck-Experte: Wie vorhin schon erwähnt, gibt es verschiedene Methoden zur Aufbereitung.

Im Einfamilienhaus kommt häufig eine Installation zum Einsatz, die das Wasser im gesamten Leitungsnetz in Grander-Wasser verwandelt. Bei durchschnittlichen Hausgrößen liegen die Kosten für solche Einbauten meist zwischen rund 1.500 EUR und 2.100 EUR, je nach individueller Konfiguration.

Für Anwendungen in der Gastronomie oder der Landwirtschaft, wo meist deutlich größere Anlagen verwendet werden müssen, liegen die Kosten dann natürlich noch deutlich höher.

Grander-Wasser mit einfachen Geräten herstellen

Grander-Wasser lässt sich allerdings auch auf einfachere Weise herstellen. Der kostengünstigste Weg für die Herstellung von Granderwasser als Trinkwasser ist ein sogenannter Belebungsstab. Mit ihm kann eine Menge von rund 1 – 2 Liter Wasser (z. B. in einem Wasserkrug) in Grander-Trinkwasser verwandelt werden. Die Kosten für solche Belebungsstäbe liegen bei nur 50 EUR bis 100 EUR.

Daneben gibt es noch Möglichkeiten, die Wasserbelebung mittels direkter Installation an den einzelnen Eckventilen einzubauen, sogenannte Kreislauf-Geräte und Doppelzylinder sind ebenfalls mögliche Konfigurationsvarianten. Die Kosten richten sich dann immer danach, welche Gerätekonfiguration und Geräteleistung gewählt wird und an welchen Stellen die Wasserbelebung eingebaut wird.

Frage: Wovon hängen die Kosten für eine Grander-Wasserbelebung ab?

Kostencheck-Experte: Für die Kosten ist immer entscheidend:

  • in welchem Bereich Granderwasser genutzt werden soll (privater Haushalt, Gastronomie, Landwirtschaft, Industrie)
  • welche Art von Anlage oder Gerät verwendet wird
  • welche Geräteausführung gewählt wird
  • welche örtlichen Gegebenheiten bestehen (Einbau)
  • ob man mit der Aufbereitung von kleinen Wassermengen zum Trinken das Auslangen findet (Belebungsstäbe oder Belebungsplatten, deutlich kostengünstigere Variante)

Die Auswahl des jeweiligen Geräts erfolgt in Abstimmung mit folgenden Faktoren:

  • Rohrdimension
  • Spitzenverbrauch
  • festgestellte Belastungssituation des Wassers
  • örtlich gegebene Einbausituation

Ein Grander-Berater wird anhand dieser Gegebenheiten im Einzelfall die passenden Geräte empfehlen.

Die Kosten für den Einbau einer Grander-Wasser-Anlage richten sich demnach weitgehend nach der Größe des Gebäudes, der Nutzungsweise (privat, in der Gastronomie, der Landwirtschaft oder der Industrie) und der Art der vorhandenen Leitungsinfrastruktur sowie der durchschnittlich entnommenen Wassermenge. Bei großen und sehr großen Anlagen können die Kosten durchaus auch im Bereich von 10.000 EUR oder sogar darüber liegen.

Frage: Rechnen sich die Kosten für eine Grander-Wasser-Anlage?

Kostencheck-Experte: Das ist schwierig zu beantworten – und hängt weitgehend davon ab, was man erwartet. Wissenschaftliche Belege oder überhaupt Hinweise dazu, dass Grander-Wasser besondere Wirkungen hat oder haben könnte, gibt es bis heute nicht.

Positiv auf die Kostenseite wirkt sich sicherlich aus, dass die Anlagen und Geräte nur einen einmaligen Kostenaufwand bedeuten und keine Wartungs- oder Instandhaltungskosten verursachen.