Lumineers für ein makelloses Lächeln – was kosten die Verblendschalen?

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Sie wünschen sich ein strahlend weißes Lächeln? Vielleicht möchten Sie auch einen leicht schief stehenden oder abgebrochenen Zahn geschickt kaschieren? Dies gelingt sehr gut mit hauchdünnen Non-Prep-Veneers (Lumineers). Im Interview mit dem Kostencheck-Experten klären wir, was die Verblendschalen kosten, was Sie von herkömmlichen Veneers unterscheidet und wie die Therapie abläuft.

Was sind Lumineers?


Kostencheck:
Bei Lumineers handelt es sich um den Markennamen einer speziellen Art von Veneers. Die kleinen, extrem dünnen Keramikschalen werden im sichtbaren Bereich von vorne auf den Zahn geklebt und kaschieren gekonnt Verfärbungen, Absplitterungen oder Schiefstände. Sie sind sehr schonend für die Zahnsubstanz, da der Zahn nicht beschliffen werden muss.

Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Kostencheck: Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Da Lumineers meist keine Kassenleistung sind, ist der Zahnarzt nicht an feste Gebühren gebunden und kann sein Honorar, abhängig vom Aufwand, individuell berechnen. Notwendige Vorbehandlungen können die Versorgung mit Lumineers zusätzlich verteuern.

Die Kosten für die Verblendschalen hingegen sind festgelegt, da es aktuell nur einen Hersteller gibt. Der Preis für das einzelne Lumineer sinkt, je mehr Veneers Sie bestellen. So kostet ein Lumineer circa 650 EUR. Benötigen Sie vier Lumineers, müssen Sie etwa 2.000 EUR reine Materialkosten kalkulieren.

Nachfolgende Tabelle verschafft einen groben Überblick, mit welchen Gesamtkosten für die Lumineers und das Zahnarzthonorar Sie in etwa rechnen müssen:

KostenübersichtPreis
1 Lumineer800 – 1.100 EUR
2 Lumineers1.300 – 2.000 EUR
4 Lumineers2.400 – 3.600 EUR
6 Lumineers3.600 – 5.500 EUR
8 Lumineers5.5500 – 8.000 EUR

Trägt die Kranken- oder Zusatzversicherung die Kosten?

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Für ein strahlendes Lächeln durch Lumineers muss der Patient selber in die Tasche greifen

Kostencheck: Da es sich bei Lumineers nicht um eine medizinisch notwendige Maßnahmen handelt, sind diese keine Kassenleistung. Die gesetzliche Krankenversicherung kommt nicht für die Kosten auf und Sie müssen die finanziellen Aufwendungen aus eigener Tasche bezahlen. Selbst bei einer medizinischen Indikation wird von der gesetzlichen Krankenversicherung nur eine Teil- oder Vollkrone bezahlt, während Sie für die zahnschonenden Lumineers selbst aufkommen müssen.

Ob die Zahnzusatzversicherung zumindest einen Teil der Kosten übernimmt, ist abhängig vom Vertrag. Häufig gehen bei diesem Verfahren leider auch Patienten mit einer Zahnzusatzversicherung leer aus. Reichen Sie deshalb noch vor Behandlungsbeginn den Heil- und Kostenplan des Zahnarztes bei der Zusatzversicherung ein und lassen Sie sich die Kostenübernahme schriftlich bestätigen.

Einige wenige privaten Krankenkassen übernehmen in bestimmten Tarifen die Aufwendungen zumindest teilweise. Auch hier sollten Sie den Heil- und Kostenplan im Vorfeld einreichen.

Wie lassen sich bei Lumineers Kosten sparen?

Kostencheck: Da die Aufwendungen für Lumineers maßgeblich vom Honorar des Zahnarztes abhängen, lohnt es sich, die Kosten verschiedener Dentisten gründlich zu vergleichen. Da jeder Zahnarzt einen Heil- und Kostenplan ausfüllen muss, ist dies problemlos möglich.

Fragen Sie im Freundes- und Bekanntenkreis nach. Vielleicht hat schon jemand gute Erfahrungen mit einem Zahnarzt gemacht und kann Ihnen einen Dentisten empfehlen, der die Behandlung fachgerecht und zu einem angemessenen Preis ausführt.

Was ist der Unterschied zwischen einem Lumineer und einem Veneer?

Kostencheck: Lumineers sind deutlich dünner als herkömmliche Veneers. Diese haben eine Stärke von etwa einem Millimeter, während Lumineers nur 0,3 bis 0,6 Millimeter dick sind. Lumineers zählen zu den Non-Prep-Veneers. Sie werden direkt auf den Zahn aufgebracht; das bei anderen Veneers notwendige Abschleifen der Zähne entfällt. Lumineers lassen sich fast rückstandslos entfernen und eigenen sich dadurch auch dann, wenn Sie nur für einen begrenzten Zeitraum Verblendschalen tragen möchten.

Welche Vorteile bieten Lumineers?

Kostencheck: Lumineers bieten eine Vielzahl von Vorteilen, die zur hohen Popularität dieser Veneers geführt haben:

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Lumineers sind hauchdünn und sehr stabil

– Es handelt sich um ein jahrzehntelang erprobtes Verfahren, mit dem sich die natürliche Ästhetik der Zähne wiederherstellen lässt. Durch eine sehr stabile Klebetechnik müssen Sie selbst beim kraftvollen Zubeißen nicht befürchten, dass sich die Lumineers unbeabsichtigt lösen. Langzeitstudien aus den USA belegen eine bis zu 20-jährige Haltbarkeit.

  • Das vollkeramische Material ist hervorragend verträglich.
  • Die Behandlung verläuft völlig schmerzfrei, eine örtliche Betäubung ist nicht notwendig. Das macht Lumineers ausgesprochen anwenderfreundlich, denn sie eignen sich hervorragend auch für empfindliche Personen.
  • Die hauchdünnen Schalen können sogar auf vorhandene Brücken und Kronen aufgebracht werden.
  • Lumineers eigenen sich gut, wenn die Schmelzschicht der Zähne sehr dünn ist, was eine konventionelle Präparation unmöglich macht.
  • Lumineers lassen sich rückstandslos entfernen, sodass die Zähne auf Wunsch in ihre ursprüngliche Form und natürliche Farbe gebracht werden können ohne Schädigungen aufzuweisen.
  • Mit Lumineers lassen sich fehlerhafte oder beschädigte Keramikverblendungen an Brücken oder Kronen geschickt kaschieren. Dies ist für den Patienten häufig deutlich günstiger, als einen neuen Zahnersatz anzufertigen.
  • Die verwendete Cerinate Keramik ist ausgesprochen hart. Sie weist die gleiche Abnutzungsrate auf wie natürlicher Zahnschmelz.
  • Der Hersteller gibt eine 5-jährige Garantie. Verlieren Sie innerhalb dieses Zeitraums ein Lumineer oder es geht kaputt, erhalten Sie kostenlosen Ersatz.

Gibt es auch Nachteile?

Kostencheck: Gesundheitliche Risiken und Einschränkungen nach der Behandlung sind nicht zu erwarten. Allerdings haben Lumineers auch einige Nachteile:

  • Sie können nicht auf jeden Zahn aufgesetzt werden. Auf sehr großen oder verschachtelt stehenden Zähnen lassen sich Lumineers nicht aufbringen, denn sie würden nicht halten.
  • Bei verfärbten Zähnen wird empfohlen, mindestens vier, besser acht, Zähne behandeln zu lassen, um ein einheitliches Bild zu erzeugen. Dies ist nicht billig, denn die Kosten müssen selbst bezahlt werden.
  • Sehr stark verfärbte oder von Natur aus dunkle Zähne werden nicht ausreichend kaschiert, da die eigene Zahnfarbe durch die hauchdünnen Schalen hindurch schimmert.
  • Da die Lumineers ausschließlich in den USA hergestellt werden, müssen Sie längere Wartezeiten in Kauf nehmen als bei herkömmlichen Veneers. Zudem dürfen die Schalen nur von speziell geschulten und vom Hersteller zertifizierten Zahnärzten eingesetzt werden. Dadurch ist die wohnortnahe Versorgung nicht immer sichergestellt.

Eignen sich Lumineers für jeden Patienten?

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Bei starken Schiefstellungen muss zu Kronen gegriffen werden

Kostencheck: Nicht immer sind Lumineers geeignet, um Ihnen zu einem strahlenden Lächeln zu verhelfen. Die hauchdünnen Schalen eigenen sich beispielsweise nicht, um starke Schiefstellungen zu kaschieren.

Auch bei massiven Verfärbungen stößt das feine Material an seine Grenzen, denn diese können unschön hindurch schimmern. Hier sind die etwas stärkeren Veneers das Mittel der Wahl.

Möchten Sie nur einen einzigen Zahn behandeln lassen, sind Lumineers nicht immer die richtige Entscheidung. Die hauchdünnen Schalen können nur innerhalb eines bestimmten Rahmens an die eigene Zahnfarbe angeglichen werden.

Knirschen Sie stark mit den Zähnen, ist eine kosmetische Zahnbehandlung ungeeignet. Durch den hohen Druck würde die Verklebung zu stark belastet, sodass die Schalen abplatzen. Unter Umständen schafft hier eine Beißschiene Abhilfe. Tragen Sie diese regelmäßig, ermöglicht dies in der Folge unter Umständen die kosmetische Verschönerung mit Lumineers.

Wie läuft die Behandlung ab?

Kostencheck: Für das Einsetzen von Lumineers sind in der Regel zwei Sitzungen beim Zahnarzt erforderlich.

Beim ersten Termin:

  • Erfolgt zunächst eine zahnärztliche Untersuchung sowie eine gründliche Beratung.
  • Die Verblendschalen werden individuell geplant.
  • Viele Zahnärzte arbeiten mit Schaumodellen, damit Sie sich das Ergebnis vorstellen können.
  • Es folgt eine Abformung der Zähne, anhand derer die Lumineers in den USA gefertigt werden.

Beim zweiten Termin:

  • Wird eine professionelle Zahnreinigung vorgenommen.
  • Im Anschluss werden die Lumineers eingesetzt und mittels eines Spezialklebers mit den eigenen Zähnen verbunden.

Da die Lumineers in den USA gefertigt werden, liegen zwischen den Terminen etwa drei bis vier Wochen.

Die Lumineers können nur eingebracht werden, wenn alle Zähne gesund sind und keine schwerwiegenden Entzündungen im Mundraum vorliegen. Deshalb erfolgt optional ein Austausch älterer Füllungen, auch eventuell vorhandene Karies wird behandelt.

Treten durch Lumineers verstärkt Zahnfleischentzündungen auf?

Kostencheck: Aufgrund der Biokompatibilität und der hauchdünnen Beschaffenheit von Lumineers ist ein nahtloser Übergang zum Zahnfleisch gewährleistet. Dadurch sind Zahnfleischentzündungen nahezu ausgeschlossen.

Veränderungen hinsichtlich der Zahnpflege sind nicht notwendig. Gute Mundhygiene verlängert jedoch nachweislich die Lebensdauer. Dies schließt mindestens jährliche Kontrolluntersuchungen ein.

Unser Fazit: Lumineers sind 0,3 bis 0,5 Millimeter dünne Keramikschalen, die dauerhaft mit den Zähnen verklebt werden. Anders als bei Veneers muss für sie der Zahn nicht beschliffen werden, was eine schonende und schmerzfreie Behandlung möglich macht. Sie können sogar auf bestehendem Zahnersatz angebracht werden, beispielsweise wenn die Verblendung nicht mehr einwandfrei ist. Die hauchdünnen Schalen sind eine gute Alternative zu einer Zahnspange, denn schiefe oder unförmige Zähne lassen sich mit diesen geschickt kaschieren.

Allerdings kommt die gesetzliche Krankenversicherung nicht für die recht erheblichen Kosten auf. Auch die Zusatzversicherung und die Private Krankenversicherung leisten nicht immer. Erkundigen Sie sich deshalb im Vorfeld, ob Sie mit einer Kostenübernahme rechnen können.