Garage – diese Kosten fallen an

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Kaum bei einem anderen Bauwerk gibt es so beträchtliche Kostenunterschiede wie bei der Garage. Was Garagen kosten können und wie man bei der eigenen Garage deutlich Geld sparen kann, erklärt ausführlich der Kostencheck-Experte im Interview.

Frage: Warum sind die Preise für Garagen so unterschiedlich?

Kostencheck-Experte: Das liegt vor allem daran, weil es eine Vielzahl von ganz unterschiedlichen Bauweisen gibt. Von Fertig-Garagen aus ganz verschiedenen Materialien bis hin zur selbst entworfenen und klassisch gebauten Massiv-Garage gibt es zahlreiche Möglichkeiten.

Das ist im Wesentlichen für die großen Preisunterschiede verantwortlich. Garagen können sehr kostengünstig, aber auch sehr teuer sein.

Frage: Ganz pauschal gefragt: Was können Garagen kosten?

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Doppelgaragen können bis zu 30.000€ kosten
Kostencheck-Experte: Nun, die Preise beginnen bei etwa 2.500 EUR komplett für eine sehr einfache Garage für ein einzelnes Fahrzeug und enden bei rund 30.000 EUR für eine selbst gebaute Doppelgarage.

In diesem Bereich etwa bewegt sich der Preisrahmen. Dazwischen ist preislich praktisch alles möglich. Maßgeblich für den Preis der Garage ist zunächst aber die Bauweise. Das zeigt die nachfolgende Tabelle.

Garagenart Preis
Fertiggarage aus Blech ab ca. 1.000 EUR, Kosten für Fundament zusätzlich
Fertiggarage aus Blech mit Putz-Außenseite ab ca. 2.500 EUR, Kosten für Fundament zusätzlich
Fertiggarage aus Blockbohlen (ähnlich wie ein Gartenhaus) ab ca. 1.500 EUR, Kosten für Fundament zusätzlich
Fertiggarage aus Beton ab ca. 4.000 EUR, Kosten für Fundament zusätzlich
Gemauerte Garage (selbst gebaut) ab ca. 10.000 EUR

Das zeigt bereits, wie unterschiedlich die Preise für verschiedene Bauweisen sein können. Jeder dieser Richtpreise lässt sich natürlich entsprechend nach oben treiben, abhängig von der individuellen Ausstattung der Garage.

Frage: Von welchen Faktoren hängt der Preis für die Garage dann noch ab?

Kostencheck-Experte: Hauptsächlich kommen bei der Garage – neben der Bauweise – folgende Faktoren zum Tragen:

  • die Größe der Garage
  • die Ausstattung der Garage
  • die Dachform der Garage
  • die Kosten für das Fundament (bei Fertig-Garagen)
  • die Kosten für die Lieferung und Montage (bei Fertig-Garagen)

Frage: Inwieweit spielt die Größe der Garage eine Rolle?

Kostencheck-Experte: Die Garagengröße ist das entscheidende Maß für den Preis jedes einzelnen Bautyps. Das bedeutet nicht zwingend, dass eine Doppelgarage auch exakt doppelt so teuer ist wie eine Einzelgarage – sie ist in jedem Fall aber deutlich teurer.

Frage: Welche unterschiedlichen Ausführungen gibt es bei der Garage?

Kostencheck-Experte: Wenn wir einmal von der selbst gebauten Garage absehen, die ja auf jede beliebige Art und Weise gestaltbar ist, kommen bei der Fertiggarage folgende Ausstattungsmerkmale zum Tragen:

  • die Materialqualität
  • die Dachform der Garage
  • die Art des Garagentors und der Antrieb
  • zusätzliche Fenster und Türen
  • besondere Designs, Wunschfarben, optische Zusatzausstattung

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Die Kosten variieren stark je nach Qualität des Materials
Mit der Materialqualität wird vor allem geworben – einen direkten Bezug zum Preis hat sie aber nicht immer. Oft kann eine Fertiggarage aus höherwertigem Material dennoch günstiger sein als eine andere, abhängig vom jeweiligen Hersteller beider Garagen. Das gilt vor allem für Beton-Fertigteil-Garagen, wo häufig mit der (eigentlich wenig relevanten) Betonqualität geworben wird.

Die Art des Garagentors ist natürlich entscheidend. Bei vielen kostengünstigen Garagen werden einfache, von Hand zu bedienende Schwingtore verwendet. Wer ein höherwertiges Tor – etwa ein Sektionaltor – möchte oder einen elektrischen Antrieb wünscht, muss oft hohe Extrakosten rechnen.

Viele Garagen sind in hohem Maß anpassbar, sowohl was die Dachform als auch die Ausstattung mit Türen und Fenstern oder die Farbe angeht. Jede dieser Extraleistungen verursacht aber natürlich auch zusätzliche Kosten.

Frage: Welche Kosten muss man für das Fundament rechnen?

Kostencheck-Experte: Das ist unterschiedlich und richtet sich auch nach der Baustelle. In den meisten Fällen ist eine durchgehende Fundamentplatte die kostengünstigste Lösung. Für ein solches Fundament muss man gewöhnlich zwischen rund 70 EUR pro m² und 100 EUR pro m² rechnen, abhängig von den erforderlichen Erdarbeiten kann es fallweise auch teurer werden.

Streifenfundamente sind – obwohl das Fundament deutlich kleiner ist – in der Praxis oft sogar teurer als eine durchgehende Fundamentplatte.

Im Allgemeinen werden Sie für eine Einzelgarage also rund 1.500 EUR für das Fundament rechnen müssen, für eine Doppelgarage entsprechend mehr.

Frage: Welche Kosten muss man für die Baugenehmigung rechnen?

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Auch für den Bau einer Garage wird eine Baugenehmigung benötigt
Kostencheck-Experte: In vielen Bundesländern braucht man für eine Garage keine Baugenehmigung. Pläne und Statik verursachen bei Fertiggaragen meist keine besonderen Kosten, da der Hersteller bereits die erforderlichen Unterlagen bereitstellt.

Bei der selbst gemauerten Garage können dafür dagegen bis zu 2.500 EUR an Kosten anfallen.

Falls Sie eine Baugenehmigung benötigen, richten sich die Kosten für das Genehmigungsverfahren immer nach der jeweiligen Kommune. In vielen Fällen können Sie aber mit Kosten von bis zu 400 EUR oder sogar 600 EUR konfrontiert sein.

Frage: Welche Kosten muss man für Lieferung und Montage rechnen?

Kostencheck-Experte: Auch das ist unterschiedlich. Bei Blechgaragen werden häufig Montagekosten im Bereich von 300 EUR bis 700 EUR verlangt. Bei Beton-Fertiggaragen werden in der Regel dagegen die Gebühren für die Anlieferung verrechnet. Diese Gebühren können aber ebenfalls bis zu 1.000 EURverlangt, abhängig vom Lieferweg und der Situation am Aufstellort.

Text: Kostencheck.de
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