Terrazzoboden: welche Kosten sind zu rechnen?

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Der schon in der Antike verwendete Terrazzo-Boden erlebt in den letzten Jahren wieder eine echte Renaissance – allerdings nicht unbedingt in seiner ursprünglichen Form sondern zum Teil stark modifiziert. Dementsprechend liegen auch die Kosten für einen Terrazzo-Boden heute deutlich anders als in früheren Zeiten. Wie teuer der beliebte Boden heute kommt und welche Preisunterschiede es dabei geben kann, wollten wir vom Kostencheck-Experten wissen.

Frage: Was kostet ein Terrazzo-Boden?

Kostencheck-Experte: Hier muss man zunächst einmal unterscheiden zwischen einem tatsächlich vor Ort gegossenem, fugenlosen Terrazzo-Boden und vorgefertigten Terrazzo-Platten, die einfach in einem Mörtelbett verlegt werden. Beim sogenannten Ortsterrazzo spielt natürlich auch die Art des verwendeten Bindemittels (traditionell Kalk in Schichten bis zu 40 cm, heute meist Zement, Gussasphalt oder Kunststoff in einer Schichtdicke von rund 3 cm bis 5 cm) und die Art des verwendeten Gesteins eine Rolle für die Kosten.

Ortsterrazzo

Am häufigsten wird heute Gussasphalt als Bindemittel bei der Herstellung von Ortsterrazzo verwendet. Durch den Asphalt können sehr kurze Trocknungszeiten realisiert werden, gleichzeitig werden auch größere Gesteinskörnungen vom Asphalt gut gebunden.

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Terrazzoböden erfreuen sich großer Beliebtheit in der letzten Zeit.

Die Materialkosten für einen solchen Boden liegen allerdings bereits bei mindestens 50 EUR pro m² bis 60 EUR pro m². Hochwertige Varianten mit besonderen Gesteinen können auch deutlich teurer sein. Die Verlegung – also das Gießen des Terrazzo-Bodens vor Ort – kostet zwischen rund 20 EUR pro m² und 30 EUR pro m². Sehr hohe Kosten sind für das Schleifen und Polieren des Bodens zu rechnen: hierfür fallen meist mindestens 80 EUR pro m² bis 100 EUR pro m² an.

Verlegen von Terrazzo-Platten

Wer eine Terrazzo-Optik möchte, sich einen teuren Ortsterrazzo-Boden aber nicht leisten will, kann alternativ auf verlegte Terrazzo-Platten ausweichen. Die Kosten für das Plattenmaterial liegen hier bei lediglich rund 20 EUR pro m² bis 30 EUR pro m², für das Verlegen im Mörtelbett sollten rund 50 EUR pro m² bis 70 EUR pro m² gerechnet werden. Bei vorhandenen Fußbodenheizungen oder beim Aufbau einer gedämmten Bodenschicht sind auch hier höhere Kosten zu erwarten.

Für die geringeren Kosten muss man dabei aber das Vorhandensein von sichtbaren Fugen im Boden in Kauf nehmen. Eine über große Flächen fugenfreie Verlegung lässt sich nur mit sogenanntem Mikro-Terrazzo (besonders kleine Gesteinskörnungen, Verarbeitung mit der Estrichpumpe) realisieren. Solche Böden sind allerdings kein klassischer Terrazzo-Boden mehr. Die Haltbarkeit eines solchen Bodens kann in manchen Fällen auch deutlich geringer als bei klassischem Terrazzo sein.

Kostenbeispiel aus der Praxis

Wir haben ein altes Landhaus gekauft und möchten im 30 m² großen Eingangsbereich einen eindrucksvollen Ortsterrazzo-Belag verlegen lassen.

PostenPreis
Materialkosten (Terrazzo-Mischung)1.710 EUR
Verlegung / Gießen820 EUR
Schleifen / Polieren2.640 EUR
Gesamtkosten damit5.170 EUR
Kosten pro m² gesamt damit172,33 EUR pro m²
Vergleichspreis verlegte Terrazzoplatten2.460 EUR

Abhängig vom verwendeten Terrazzo-Material (Bindemittel, Gesteinskörnung) können die Kosten für andere Ortsterrazzo-Böden auch höher oder niedriger liegen. Auch die Kosten für verlegte Terrazzo-Platten können in anderen Fällen unterschiedlich liegen.

Frage: In welchem Rahmen bewegen sich die Kosten für einen Terrazzo-Boden?

Kostencheck-Experte: Abhängig davon, ob man Ortsterrazzo oder verlegte Terrazzo-Platten verwenden möchte, muss man mit Kosten zwischen rund 80 EUR pro m² und über 200 EUR pro m² rechnen.

Entscheidend für die Kosten ist dabei nicht nur das verwendete Material, sondern auch der Aufwand für das Verlegen und beim Ortsterrazzo auch die anfallenden Kosten für das Schleifen und Polieren des gegossenen Belags.

Frage: Wovon hängen die Kosten für einen Terrazzo-Boden ab?

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Die Kosten für Terrazzoböden sind von unterschiedlichen Faktoren abhängig.

Kostencheck-Experte: Maßgeblich ist hier:

  • die Art des Terrazzo-Bodens (Ortsterrazzo, Terrazzo-Platten oder sogenanntes Mikro-Terrazzo)
  • das verwendete Material
  • der Aufwand für das Verlegen oder Gießen des Bodens
  • der Aufwand für den Schliff und das Polieren des Bodens (bei Terrazzo-Platten nicht nötig)
  • gegebenenfalls vorhandener zusätzlicher Aufwand beim Bodenaufbau (z. B. Fußbodenheizung, erforderliche Wärmedämmung des Bodens, individuell notwendige Aufbauhöhe, etc.)