Haushüter Kosten

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title: Haushüter: welche Kosten muss man rechnen?

In Zeiten immer höherer Einbruchszahlen und steigendem Pflegeaufwand bei Haus und Garten hat sich ein ganz neues Berufsbild etabliert: der Housesitter. Er passt bei Abwesenheit der Besitzer auf das Haus auf, kümmert sich um regelmäßig notwendige Arbeiten und sorgt während der Abwesenheit der Besitzer für Ordnung. Mit welchen Kosten man als Besitzer für das Haushüten rechnen muss, haben wir den Kostencheck-Experten in unserem Interview gefragt.

Frage: Was kostet ein Haushüter?

Kostencheck-Experte: Die Kosten für einen Housesitter liegen im Schnitt wohl deutlich höher, als die meisten erwarten würden.

Gewöhnlich muss man bei den Housesitting-Agenturen von Kosten ab rund 50 EUR bis 60 EUR pro Tag ausgehen. Die verlangten Preise richten sich allerdings nach dem Leistungsumfang des Angebots und den individuell vorzunehmenden Arbeiten und können bei entsprechendem Arbeitsaufwand gegebenenfalls auch noch deutlich höher liegen.

Kostenbeispiel aus der Praxis

Wir unternehmen eine längere Reise, die insgesamt 5 Wochen dauert. Um unser Haus nicht völlig unbeaufsichtigt zu lassen, beauftragen wir eine Agentur, die einen Haushüter stellt. Er kommt zu einem Vorgespräch, wofür wir ebenfalls bezahlen müssen. Der Haushüter wird bei uns im Haus wohnen.

Posten Preis
Fahrt zum Vorgespräch, Anfahrt über 20 km 82 EUR
Anfahrt zum Auftrag 82 EUR
35 Tage Housesitting, keine Tierbetreuung erforderlich 1.855 EUR
Gesamtkosten damit 2.019 EUR

Die hier gezeigten Kosten spiegeln lediglich die Preisgestaltung eines einzelnen Anbieters für einen konkreten Leistungsumfang wider. Abhängig von den geforderten Leistungen und dem jeweiligen Anbieter können die Kosten in anderen Fällen auch noch deutlich höher liegen.

Frage: In welchem Preisrahmen bewegen sich die Kosten für Housesitting?

Kostencheck-Experte: Das hängt immer vom konkreten Arbeitsumfang ab, der gefordert wird.

Bei den meisten Anbietern gehören das Wässern des Gartens, das Sortieren der Post und kleinere Pflegearbeiten im Haus zum Standardumfang. Dafür müssen Sie bei fast allen Anbietern auf jeden Fall Kosten von 50 EUR bis 60 EUR pro Tag rechnen. Kommt die Betreuung von Haustieren hinzu, steigen die Kosten meist schnell auf 70 EUR bis 90 EUR pro Tag.

Die Anfahrt des Haushüters ist bei vielen Anbietern noch zusätzlich zu bezahlen.

Bei längeren Tätigkeiten können auch niedrigere Preise anfallen, ebenso, wenn der Haushüter nicht direkt im Haus wohnt, sondern lediglich in regelmäßigen Abständen Besuche vornimmt und im Haus für Ordnung sorgt. In diesen Fällen kann meist von Kosten im Bereich von 30 EUR bis 40 EUR pro Besuch ausgegangen werden. Auch das ist allerdings von Anbieter zu Anbieter oft recht unterschiedlich.

Frage: Wovon hängen die Kosten für einen Haushüter ab?

Kostencheck-Experte: Maßgeblich sind hier:

  • die Preisgestaltung des Anbieters
  • die individuell zu leistenden Arbeiten (Arbeitsumfang)während des Housesittings
  • der Arbeitsumfang beim Housesitting (bei über 2 Stunden hinausgehenden Arbeitsleistungen werden üblicherweise Mehrkosten von 15 EUR bis 30 EUR pro Stunde in Rechnung gestellt)
  • ob der Haushüter während der gesamten Abwesenheitsdauer im Haus wohnt oder lediglich einzelne Besuche im Haus macht
  • ob zusätzlich noch eine Betreuung von Haustieren erfolgen muss
  • ob zusätzlich noch eine Betreuung von Personen erfolgen soll (bis zum doppelten des Preises möglich)
  • ob zusätzlich noch ein Büro betreut werden soll
  • welche Kosten für das Vorstellungsgespräch verlangt werden
  • welche Fahrtkosten verlangt werden (üblich sind rund 30 Cent pro km bis 50 Cent pro km oder Pauschalen)
  • die Dauer des Auftrags (Kurzaufträge sind oft mit zusätzlichen Kosten belastet, ab 30 – 40 Tagen reduzieren sich die Preise gewöhnlich)

Frage: Kann man die Kosten für einen Haushüter steuerlich geltend machen?

Kostencheck-Experte: Ja, das ist möglich. Das Housesitting stellt eine sogenannte haushaltsnahe Dienstleistung im Sinne des Gesetzes dar. Damit können 20 % der Kosten steuerlich geltend gemacht werden, das ist aber auf maximal 4.000 EUR pro Jahr begrenzt.

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