Satellitenfernsehen: Was kostet das?

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Wünschen Sie eine große Auswahl an TV-Programmen und möchten unabhängig von Kabelanbietern sein, bietet sich Sat-TV als Alternative an. Was das Fernsehen aus dem All kostet, was Sie hierfür benötigen und viele weitere Informationen finden Sie in diesem Interview mit dem Kostencheck-Experten.

Was kostet Satellitenfernsehen?

Kostencheck: Was die Satellitenanlage kostet, ist abhängig von der Zahl der Teilnehmer, die versorgt werden sollen:

Kostenübersicht Preis
Satelliten-Komplettanlage für einen Teilnehmer ab 100 EUR
Kompaktanlage mit Flachantenne ab 130 EUR
Anlage für mehrere Teilnehmer ab 1.100 EUR
Installation auf dem Dach oder an der Hausfassade 100 – 300 EUR

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Für Satellitenfernsehen fallen außer den Rundfunkgebühren keine laufenden Kosten an

Abgesehen von den Rundfunkbeiträgen fallen für Satellitenfernsehen derzeit keine weiteren Kosten an. Selbst wenn, wie geplant, zukünftig alle Sender auf kostenpflichtiges HD-TV umstellen, dürften der Preis bei etwa 70 EUR im Jahr liegen und damit deutlich günstiger sein als jene für Kabelfernsehen.

Was benötige ich?

Kostencheck: Um Satellitenfernsehen zu empfangen, brauchen Sie nachfolgende Komponenten:

  • Sat-Antenne: Umgangssprachlich als Schüssel bezeichnet.
  • LNB: Wandelt das hochfrequente Signal der Satelliten in ein niederfrequentes um.
  • Antennenkabel: Leitet die Signale vom LNB zum Receiver.
  • Receiver: Zwischenzeitlich häufig in den Fernseher integriert.

und natürlich Ihr Fernsehgerät.

Hinzu kommen können:

  • Multischalter: Notwendig, wenn mehrere Teilnehmer versorgt werden sollen.
  • Sat-IP-Server: Unabdingbar, möchten Sie das Signal in das Heimnetzwerk einspeisen.
  • Options- und Positionsschalter: Erforderlich, sofern unterschiedliche Satelliten empfangen werden sollen.

Ob Sie letztere Komponenten benötigen, ist davon abhängig, wie komfortabel und umfangreich die Satellitenanlage sein soll.

Wo und wie wird die Satellitenanlage befestigt?

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Satellitenanlagen werden häufig auf oder am Dach befestigt
Kostencheck: Sinnvoll ist es, einen Platz zu wählen, von dem aus am wenigsten Kabel verlegt werden muss und an dem die Sat-Antenne gut zu erreichen ist. Recht häufig wird diese auch auf dem Dach montiert, weil es hier bereits einen nutzbaren Antennenmast gibt. Allerdings ist die Anbringung hier nicht ganz einfach, denn die Anlage benötigt einen Blitzschutz sowie eine Erdung. Deshalb sollten Sie diese Arbeit dem Fachmann überlassen.

Möchten Sie die Sat-Schüssel an der Hauswand befestigen und sind Mieter der Wohnung, darf der Vermieter dies untersagen. Klemmhalterungen für Fenster und Balkone greifen nicht in die Bausubstanz ein und sind in der Regel unproblematisch.

Wie viele Fernsehgeräte können an die Anlage angeschlossen werden?

Kostencheck: Das ist abhängig vom LNB, jenem Bauteil, welches das Signal über das Kabel an den Receiver weiterleitet. Je nach Bauart können Sie mit diesem nur einen oder mehrere Receiver versorgen. Überlegen Sie deshalb im Vorfeld, wie groß die Anlage sein muss, damit alle im Haushalt befindlichen Fernsehgeräte angesteuert werden.

Welche Satelliten kann ich in Deutschland empfangen?

Kostencheck: Das hängt von der Satellitenschüssel ab. Je empfangsstärker diese ist, desto mehr Satelliten können Sie ansteuern. Selbst mit den kleinsten Modellen lässt sich, unabhängig davon in welchem Bundesland Sie leben, Astra 19,2 Ost empfangen. Mit größeren Schüsseln können Sie auch die Programme von Astra 2, Türksat und Eurobird ansehen.

Kann man via Satellit auch kostenpflichtiges Pay-TV empfangen?

Kostencheck: Ja, das ist möglich. Allerdings muss hierfür das Signal durch eine Karte im Scheckkartenformat, die in den Cl-Slot des Receivers gesteckt wird, entschlüsselt werden. Fast immer erhalten Sie dieses Gerät, wenn Sie ein entsprechendes, kostenpflichtiges Abonnement abschließen.

Text: Michaela Kaiser