Was kostet ein Schrebergarten?

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Ein Schrebergarten bietet Personen ohne eigenen Garten die Möglichkeit, die Freizeit im Grünen zu verbringen. Ein Teil der Anbaufläche muss kleingärtnerisch genutzt werden, das heißt, hier müssen Sie Obst und Gemüse anbauen. Die Restfläche wird durch Blumenbeete, Rasen und eine kleine Laube zum Freizeitparadies. Doch was kostet ein Kleingarten?

Wie hoch sind die Anschaffungskosten?

Kostencheck: Möchten Sie einen Schrebergarten pachten, müssen Sie erst einmal Mitglied in einem Kleingartenverein werden. Die Adresse können Sie bei der örtlichen Gemeinde erfragen. Viele Vereine haben auch eine Homepage, auf der Sie sich vorab informieren können.

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Hütten und Blumen werden vor der Übergabe auf ihren Wert geschätzt
Sobald ein Garten frei ist, der Ihnen gefällt und den Sie übernehmen möchten, kommen einigen Kosten auf Sie zu. Zunächst wird der Wert von Blumen, Bäumen und der Gartenhütte von geschulten Schätzern nach klaren Vorgaben bewertet. Aus dieser Schätzung ergibt sich die Abstandszahlung, die Sie an den Vorbesitzer leisten müssen.

Die Summe beläuft sich durchschnittlich auf circa 1.000 bis 5.000 EUR. In Regionen, in denen Schrebergärten sehr gefragt sind, kann die Ablösesumme aber auch bis zu 10.000 EUR betragen.

Wie hoch sind die laufenden Pachtkosten?

Kostencheck: Diese variieren von Bundesland zu Bundesland stark. Dies hängt damit zusammen, dass in manchen Regionen weit weniger Kleingarten-Grundstücke zur Verfügung stehen, als nachgefragt werden.

Bundesland Durchschnittliche Pacht je Quadratmeter
Baden-Württemberg 21 EUR
Bayern 41 EUR
Berlin 32 EUR
Brandenburg 19 EUR
Bremen 7 EUR
Hamburg 12 EUR
Hessen 13 EUR
Mecklenburg Vorpommern 11 EUR
Niedersachsen 7 EUR
Nordrhein-Westfalen 13 EUR
Rheinland-Pfalz 28 EUR
Saarland 17 EUR
Sachsen 8 EUR
Sachsen-Anhalt 4 EUR
Schleswig-Holstein 5 EUR
Thüringen 12 EUR

Im Bundesdurchschnitt müssen Sie mit etwa 12 EUR Pacht je Quadratmeter rechnen.

Welche weiteren Kosten entstehen durch einen Schrebergarten?

Kostencheck: Haben Sie einen Kleingarten gemietet, müssen Sie Mitglied des Vereins bleiben. Der jährliche Beitrag liegt zwischen 20 und 50 EUR.

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Neben der Bewirtschaftung, die vor allem Zeit kostet, sind auch laufende Kosten im Auge zu behalten
Die Gemeinschaftsflächen der Gartenanlage sind von den Mitgliedern zu pflegen. Fehlt Ihnen für diese Aufgabe die Zeit, müssen Sie ein Arbeitsgeld entrichten. Dies beläuft sich auf etwa 75 bis 100 EUR.

Wassergeld wird pauschal für jede Parzelle oder entsprechend dem tatsächlichen Verbrauch berechnet. Kalkulieren Sie hierfür circa 50 EUR im Jahr.

Stromkosten fallen auch dann an, wenn Ihr Schrebergarten über keinen eigenen Anschluss verfügt. Häufig gibt es in diesem Fall Steckdosen, von denen aus Sie ein Verlängerungskabel zu Ihrem Kleingarten legen können, beispielsweise um den Rasenmäher oder eine Heckenschere anzuschließen. Die Kosten für den Strom werden dann durch alle Pächter geteilt. Sie belaufen sich auf circa 50 bis 150 EUR. Hat die Parzelle über einen Stromanschluss, bezahlen Sie nach Verbrauch.

Wie hoch sind Aufwendungen für Gartengeräte und Pflanzen?

Kostencheck: Häufig können Sie Gartengeräte sehr günstig vom Vorbesitzer übernehmen. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie mit etwa 400 – 500 EUR für die Erstanschaffung rechnen.

Bei der Bepflanzung kommt es sehr darauf an, wie viel Sie selbst neu setzen möchten. Ist der Schrebergarten gepflegt und Sie müssen nur einjährige Stauden und Gemüsepflanzen kaufen, belaufen sich die Aufwendungen auf etwa 100 EUR. Ziehen Sie die Stecklinge selbst heran, wird es unter Umständen billiger. Die Anschaffung von Bäumen und exquisite Stauden ist hingegen kostspieliger.

Text: Michaela Kaiser