Was kosten wirklich schöne Bewerbungsfotos?

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Manche Bewerbungsfotos sind wenig aussagekräftig und verbauen die Chance auf den Traumjob eher, als dass sie die Bewerbung positiv aus der Masse hervorheben. Eine gute Aufnahme sollte jedoch die attraktiven Seiten der Persönlichkeit und die sympathische Ausstrahlung betonen, denn auch bei der Bewerbung zählt der erste Eindruck. Ein schnelles Handyfoto vor unruhigem Hintergrund oder ein Schnappschuss aus dem Automaten kann dem nicht gerecht werden, deshalb ist ein Foto vom Profi quasi ein Muss. Doch was kostet ein Bewerbungsfoto von einem guten Fotografen und worauf kommt es bei diesem wichtigen Bild noch an?

Welcher Preis für ein Bewerbungsfoto ist gerechtfertigt?

Kostencheck: Qualität hat Ihren Preis, das gilt auch für Bewerbungsfotos. Allerdings erwartet keiner von einem Schulabgänger eine Aufnahme in der Bewerbungsmappe, der man ansieht, dass sie mehrere hundert Euro gekostet hat. Bewerben Sie sich jedoch auf eine Position in der Führungsebene, kann Ihnen eine professionelle Aufnahme durchaus die erste Türe öffnen.

Aufnahme Preis Qualität
Fotoautomat etwa 5 EUR sehr schlecht, für Bewerbungen ungeeignet
Einfaches Bewerbungsfoto vom Fotografen 20 – 30 EUR für 4 Fotos Ansprechende Qualität, die Nachbearbeitung ist meist im Preis inbegriffen. Optional zubuchbar ist die Digitalisierung. Diese kostet etwa 5 EUR.
Beim Fotografen mit Termin 100 – 300 EUR EUR Hervorragende Qualität. Sie können aus einer Vielzahl von Aufnahme die geeignetsten auswählen. Die hochwertige Nachbearbeitung ist im Preis inbegriffen. Auf Wunsch erhalten Sie alle Bilder in digitalisierter Form, dieser Service ist meist im Preis inbegriffen.

Da bei teureren Shootings in der Regel viel mehr Zeit zur Verfügung steht, lassen sich hier natürlich die besten Ergebnisse erzielen. Allerdings ist neben dem Zeitfaktor auch das Können des Fotografen von Bedeutung, denn nicht jeder Mensch ist vor der Kamera automatisch locker. Ein Profi kann Ihnen diese Hemmungen geschickt nehmen. Er achtet darauf, dass Ihre Haltung natürlich wirkt, sodass eine ansprechend harmonische Aufnahme entsteht.

Wie finde ich einen guten Fotografen?

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Allein der Preis sagt nichts über die Qualität der Fotos aus
Kostencheck: Da auch unter den Fotostudios einer Stadt ein gewisser Konkurrenzdruck herrscht, sagt weder ein sehr hoher noch ein besonders günstiger Preis alleine etwas über die Qualität aus. Fragen Sie zunächst in Ihrem Freundeskreis herum, mit welchen Studios Ihre Bekannten gute Erfahrungen gemacht haben. Viele Fotografen zeigen ihre Arbeiten Vorort oder im Internet. Betrachten Sie sich die Musteraufnahmen der ausgestellten Bewerbungsfotos genau. Finden Sie selbst die Aufnahmen ansprechend, sind Sie vermutlich in guten Händen. Häufig können Sie hier auch Preislisten einsehen, sodass Sie abschätzen können, welche Kosten Sie einkalkulieren müssen.

Wie sieht ein gutes Bewerbungsfoto aus?

Kostencheck: In erster Linie sollte es aktuell und nicht älter als 12 Monate sein. Auch wenn sich wichtige Details wie die Frisur verändert haben, sollten Sie neue Aufnahmen machen lassen. Bitte keinesfalls ein Passfoto, das Sie sowieso für den neuen Personalausweis benötigt haben, oder gar ein Ganzkörperfoto aus dem letzten Urlaub verwenden.

Wie präsentiere ich mich möglichst positiv?

Kostencheck: Versuchen Sie vor Ihrem inneren Auge Kontakt mit Ihrem neuen Chef aufzunehmen und blicken Sie ihn freundlich an. Weiterhin sind folgende Punkte wichtig:

  • Ein offenes, begrüßendes Lächeln. Ein herzliches Lachen wäre allerdings zu viel des Guten.
  • Eine schattenfreie Ausleuchtung des Gesichts, sodass der Hautton natürlich wirkt.
  • Eine Frisur, die Ihr Gesicht nicht verdeckt.
  • Keine unnatürliche Neigung des Kopfes.
  • Auf dem Foto sollten der Krawattenknoten oder der oberste Blusenknopf gerade noch zu sehen sein.
  • Halten Sie sich senkrecht zur Blickachse.

Ein guter Fotograf wird Ihnen eine Vielzahl von Aufnahmen vorlegen, die Sie mit ihm gemeinsam auf all diese Punkte überprüfen können.

Wie lange dauert so ein Fototermin?

Kostencheck: Das kann sehr unterschiedlich sein, sprechen Sie dies im Vorfeld mit dem Fotostudio ab. Für relativ gute Bewerbungsbilder benötigt der Fotograf etwa 30 bis 45 Minuten. Das Shooting für sehr hochwertige Fotos kann auch zwei bis drei Stunden dauern.

Welche Kleidung soll ich zum Fototermin tragen?

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Welche Kleidung angemessen ist, hängt von dem angestrebten Job ab
Kostencheck: Dies orientiert sich unter anderem daran, für welche Branche Sie sich bewerben. In jedem Fall sollte das Outfit gepflegt und seriös wirken. Dass die Kleidungsstücke sauber und gebügelt sind, versteht sich eigentlich von selbst, denn Sie wollen ja den bestmöglichen Eindruck hinterlassen.

In konventionellen Branchen machen Herren mit Hemd und Krawatte, Damen mit einer hübschen Bluse, Blazer und einem dezenten Make-up, nichts falsch. Bewerben Sie sich als Schulabgänger für eine Lehrstelle im Handwerk, ist auch ein Poloshirt in Ordnung. In kreativen Berufen geht es meist etwas lockerer zu, auf sehr legere Kleidung für das Bewerbungsfoto sollten Sie dennoch verzichten. Absolut tabu sind schrille Knallfarben, tiefe oder schulterfreie Ausschnitte, Statement-Shirts sowie ein allzu auffälliges Make-up.

Tipp:

Erkundigen Sie sich im Vorfeld, welcher Dresscode in der Firma, in der Sie sich bewerben wollen, herrscht und entscheiden Sie sich für einen Look, den Sie später auch im Job tragen würden. Möchten Sie sich auf Stellen in verschiedenen Branchen bewerben kann es sinnvoll sein, mehrere Bewerbungsfotos in unterschiedlichen Outfits zu machen. Ein guter Fotograf wird Ihnen die Möglichkeit einräumen, sich während des Shootings umzuziehen.

Muss ich mich als Dame schminken?

Kostencheck: Fragen Sie am besten vor dem Termin nach, ob Sie geschminkt oder ungeschminkt erscheinen sollen. Greifen Sie selbst nicht gerne zum Make-up, so müssen Sie dies für den Fototermin nicht zwingend tun. Allerdings möchten Sie sich auf dem Bewerbungsfoto ja vorteilhaft präsentieren. Im Idealfall können Sie dem Fotografen das Auftragen eines leichten Make-ups, das der Haut unschönen Glanz nimmt und kleine Unreinheiten geschickt kaschiert, überlassen. Alternativ können Sie sich beim Frisör, im Kosmetikstudio um die Ecke und in vielen Parfümerien für dieses wichtige Foto dezent schminken lassen.

Farbfoto oder schwarz-weiß Aufnahme, was ist besser?

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Mit Farbfotos ist man auf der sicheren Seite
Kostencheck: Das Format von Bewerbungsbildern ist ein wenig größer als das eines Fotos für den Personalausweis. Mit Farbfotos machen Sie auf keinen Fall etwas falsch, zumal wenn der Hintergrund zurückhaltend die Ausstrahlung Ihres Typs positiv unterstreicht. In den letzten Jahren waren schwarz-weiß Bilder wieder sehr beliebt. Gerne dürfen Sie, wenn Sie sich auf monochromen Aufnahmen besser gefallen, die Bewerbung mit einem schwarz-weiß-Foto aufwerten.

Welches Format sollte das Bewerbungsfoto haben?

Kostencheck: Auf Ihren künftigen Chef könnte eine zu große Aufnahme dominant wirken, ein sehr kleines Foto hingegen lässt auf wenig Selbstbewusstsein schließen. Experten empfehlen für das Deckblatt ein Format, das zwischen 3,5 x 4,5 Zentimeter und höchstens 7 x 10 Zentimeter liegt. Möchten Sie das Foto in den Lebenslauf integrieren, eignet sich das Format 4,5 x 6 Zentimeter am Besten.

Bewerbungsbilder haben typischerweise Hochformat mit einem Verhältnis von 0,7 von Breite zu Höhe. Allerdings spricht auch nichts gegen ein Querformat, passt dies besser zum Layout Ihrer Bewerbungsmappe. Ein quadratisches Bild, das sich harmonisch in das von Ihnen gestaltete Deckblatt einfügt ist ebenfalls ein gutes Mittel, um sich auf den ersten Blick von der Masse der Bewerber abzuheben.

Auch hier ist der Profi hilfreich. Bei der Bearbeitung der Bilder können Sie sich unterschiedliche Größen und Formate anfertigen und auf der mitgelieferten CD abspeichern lassen. Nicht immer ist dieser kleine aber lohnende Mehraufwand im Preis inbegriffen. Er schlägt aber höchstens mit 5 EUR zu Buche.

Ich habe digitalisierte Fotos. Kann ich diese selbst drucken oder sollte ich sie drucken lassen?

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Die Bewerbungsfotos sollten professionell gedruckt werden
Kostencheck: Dies hängt ganz entscheidend von der Qualität Ihres Druckers ab. Mit einem guten Laser- oder Fotodrucker und speziellem Fotopapier können Sie auch zu Hause ansprechende Bewerbungsfotos herstellen. Mit dem Tintenstrahldrucker auf normalem Papier hingegen verliert das Bild viel von seiner Wirkung.

Sehr professionell sind jene Aufnahmen, die Sie direkt vom Fotografen erhalten und die Sie in beliebiger Anzahl dort nachbestellen können. Allerdings müssen Sie hierfür etwa 1 – 2 EUR je Abzug einplanen.

Online-Druckereien sind ein guter Kompromiss, ist Ihnen der Ausdruck vor Ort zu teuer. Die Qualität ist hier ebenfalls sehr gut, die Lieferung erfolgt rasch. Nicht immer sind die Bilder bereits geschnitten, häufig befinden sich vier Aufnahmen auf einem Blatt. Die Preisersparnis rechtfertigt jedoch den kleinen Mehraufwand des exakten Trennens der Bilder.

Was ist noch zu beachten

Kostencheck: Lassen Sie sich Zeit für das Fotoshooting, vor allen Dingen auch in den Stunden, bevor Sie zum Fotografen gehen. Schlafen Sie sich aus, denn Augenringe und ein müder Blick wirken wenig motiviert. Versetzen Sie sich in gute Stimmung, beispielsweise durch einen kurzen Spaziergang oder durch die Lektüre eines Buches. Ist ihnen der gewählte Fotograf sympathisch und stimmt die zwischenmenschliche Chemie, werden die Fotos Ihre schönsten Seiten hervorzaubern und der erste, erfolgreiche Schritt zum neuen Job ist geschafft.

Tipps & Tricks
Ein Sonderfall sind Online-Bewerbungen. Bei diesen dürfen Sie die von der CD kopierte Aufnahme direkt in den Lebenslauf integrieren und können im Anschluss das erstellte Dokument direkt übermitteln.

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